Zombies sind unter uns

Ostern hat, wie vielleicht auch Atheisten und Andersgläubigen bekannt, etwas mit Auferstehung zu tun. Jesus, von den Toten wieder auferstanden. Im Grunde genommen ist damit das Neue Testament sozusagen die Vorlage für alle nachfolgenden Zombiefilme.

Mit dem kleinen Unterschied, dass es in den Zombiefilmen nicht um eine einzelne Person geht, die einfach nicht tot bleiben will, sondern ganze Horden. Von denn hört man auch nicht so was wie „Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben.“ sondern eher sinnloses Gebrabbel. Statt ewiges Seelenheil wollen sie was ganz banales, unser Gehirn.

Wenn man es genau nimmt, eigentlich eine ziemlich blöde Idee. Viele von uns (wenn nicht sogar alle) haben zwar ein Gehirn, nutzen es aber eher um zweifelhaften Vergnügungen nachzugehen. Zum Beispiel um Spiele wie „Flappy Bird“ zu spielen. Mit einer Mine, einem Zombie nicht unähnlich, sieht man in den öffentlichen Verkehrsmitteln Menschen jeglichen Alters über ihre Smartphones gebeugt monotone Fingerbewegungen verrichten. Die passende Laute dazu entstehen problemlos in der eigenen Phantasie.

Zu Ostern sei daher die Frage erlaubt: „Und dafür ist jemand am Kreuz gestorben?“ Aber vielleicht war das ja nur der Werbeblock. Der Himmel selber, man ahnt es, ist auch eine Art „Free to pray“ Spiel. Allerdings mit dem Unterschied, dass es lediglich einen einmaligen In-App-Kauf gibt. Der gilt dann bis zum Tag des jüngsten Gerichts.

Lauf Logan, lauf!
Lauf Logan, lauf!

Bis es soweit ist, kann man sich die Zeit vertrieben. Ich für meinen Teil greife an dem passenderweise rechtzeitig vor Ostern erschienen Spiel Corridor Z einem, nun einem Endless-Runner mit Zombies. Ist natürlich ein Free-to-Play Spiel.

Man trifft im Spiel wichtige Entscheidung. Links, recht, oben oder unten. eine rechtzeitig ausgeführte Wischgeste mit einem Finger. Wesentlich anspruchsvoller als Flappy Bird. Im Gegensatz zu anderen Laufspielen geht es hier um das nackte Überleben. Schließlich sind Zombies inter uns her, die sich wie bei World War Z in einer eher artunytpischen Geschwindigkeit bewegen. Es wird nicht geschlurft, sondern gerannt.

Wer genug von den Osterfeierlichkeit im trauten Familienkreis hat (manchmal zieht man Parallelen…), greift zur Ablenkung zum Spiel. Zwischen Karfreitag und Auferstehung auf jeden Fall ein netter Zeitvertreib. Nur im Gottesdienst sollte man es mit ausgeschalteten Ton spielen.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

AuZtralia

In einer alternativen Welt in den 1930 Jahren ist man in AuZtralia auf dem fünften Kontinent unterwegs. Fahren werden erreicht und Schienen gebaut, um an wertvolle Rohstoffe zu kommen. Gestört wird man dabei von den Großen Alten (Cthulhu & Co.), die alle Mitspieler gemeinsam um den Sieg bringen können.

Great Western Trail

Als Viehtreiber auf dem Weg nach Kansas City, um dort Kühe abzuliefern. Eine Mischung aus verschiedenen Mechanismen wie Deckbuilding, Hand Management und Figurenbewegung. Nur mit wertvollen Herden gibt es Geld und Siegpunkte.

Innovation

Ein Zivilisationsspiel mit Karten, bei denen die Spieler im Laufe von 10 Epoche ihre Ressourcen und Technologien weiterentwickeln. Die Dominanz von Epochen führt zum Sieg. Durch aggressive Dogmen sehr interaktiv.

Robinson Crusoe – Abenteuer auf der Verfluchten Insel

Kooperative Abenteuer auf einer verfluchten Insel. Eine ansprechende Thematik, opulentes Spielmaterial und ein knackiger Schwierigkeitsgrad sorgen für aufregende Spielstunde. Wer vom Grundspiel nicht genug bekommt, setzt die Fahrt mit der Beagle fort.

Zuletzt wurde am 16.02. 2020 gespielt.
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