Das Imperium steckt zurück

Mit einer sehr blutige Nase sitze ich am Rechner und versuche schreibend mich von meiner Niederlage zu erholen. Das drückende Wetter verhinderte jede ernsthafte Arbeit, so dass meine Frau und ich heute unser erste 100 Punkte Spiel bei X-Wing aufs Parkett (beziehungsweise den Tisch) legten.Immerhin konnte ich beide Raumschiffe von Nadine leichten Schaden zufügen, bevor sich die Trümmerteile meiner Flotte endgültig ein die unendlichen Weiten des Weltraums verflüchtigten. Han Solo in seinem Millennium Falken unterstützt von einem Flieger-Ass der Blauen Stafel in einem X-Wing. Da war mein armer Boba Fett trotz Feuerschutz eines Tie Phantom nur Kanonenfutter. Besonders schwer hat mich getroffen, dass Fett zuerst sein Fett weg bekam und sich damit 71 Punkte in Luft auflösten.

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Die erste Niederlage meiner Flotte, ob es lediglich Spielfehler waren oder ich grundsätzlich Murks zusammengestellt habe, wird sich im Laufe der kommenden Spiele zeigen. Mit den Raumschiffen, die sich aktuell in unserem Besitz befinden, habe ich auf jeden Fall noch etwas Spielraum für Experimente. Und wenn das alles nicht hilft, werde ich zu Beginn der Sommerferien nachrüsten, jawohl.

Ziemlich klasse finden wir beide auf jeden Fall das Online-Tool, mit dem sich die Staffeln zusammen bauen lassen: Den X-Wing Builder
Man kann damit seine Sammlung erfassen, eine Staffel zusammen stellen, die nur die eigenen Schiffe und Ausrüstung enthält und auch noch Buch führen über Gewinn und Niederlage. Das Einzige, was nicht berücksichtigt wird, ist die Familienoption. Innerhalb einer Familie (zumindest bei uns) teilt man sich die Ausrüstungskarten. Imperium und Rebellen greifen auf den gleichen Pool zurück, so das unter Umständen nicht jede Karte mehr verfügbar ist, wenn der Spielpartner etwas zusammen stellt.

Ansonsten aber ist der Konfigurator top. Man kann eine Stafel nämlich ausdrucken, und hat dann eine prima Übersicht — sogar mit den Werten des Manöverrads oder den Karten, die man benötigt. Über einen QR-Code lässt sich zudem die Staffel auch mobile aufrufen. Natürlich kann man seine Staffel auch teilen, um damit im Fall überragender Siege anzugeben. Oder sich Rat zu holen, warum diese Zusammenstellung zum scheitern verurteilt ist. Gespielt hat Nadine mit Han-is-Back gegen meine BobaPhantom.

Jetzt heisst es erstmal Wunden lecken, Abendessen machen und durchstarten für die nächste Runde.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Wasserkraft

In einer alternativen Wirklichkeit gehen 1930 die fossilen Brennstoffe zur Neige. Als neue Energiequelle bauen die Spielerinnen und Spieler Wasserkraftwerke. Das Spiel Barrage wird in der deutschen Übersetzung von Feuerland dieses Jahr in eine überarbeitet Fassung erscheinen.

Tiny Towns

Auf einem 4×4 großen Raster bauen die Spielerinnen und Spieler jeder für sich ihre kleine Stadt auf. Das passiert gleichzeitig, ohne Downtime und sorgt in der Variante „Prospektoren“ für taktische Rohstoffauswahl. Ein schönes und schnelles Spiel mit tollem Material.

Root

Das merkwürdige Entlein, bei dem ich den Kickstarter verpasst habe. Bei Root fehlte mir das Vorstellungsvermögen in Bezug auf Spieldesign. Unglücklicherweise, denn Root ist außergewöhnlich gut. Die einzelnen Fraktion spielen sich komplett anders. Vier Monate nach der Bestellung endlich im heimischen Regal angekommen.

Champions of Midgard

Champions of Midgard ist im Kern ein Workerplacement Spiel mit Wikingern. Dazu kommen glückslästige Würfelkämpfe und eine Mischung aus offenen und verdeckten Siegpunkten. Interaktion ist leider wenig vorhanden.

Zuletzt wurde am 15.03. 2020 gespielt.