Furioses Finale

Gestern spielten wir die letzten Monate von „Pandemic Legacy — Season 1“ durch und damit das Spiel zu Ende. Zu Ende spielen bedeutet bei einem Legacy-Spiel das tatsächlich Ende, denn danach ist die Story nicht nur erzählt, sondern das Spiel(-material) zum Teil zerstört.

Über den Ausgang sollte ich lieber nichts sagen, ich würde es sonst riskieren gesteinigt zu werden. Wer Pandemic Legacy noch gespielt hat (die Süddeutsche Zeitung hat eine gute Beschreibung, um was es geht) oder erst mitten drin ist, würde um einen großen Teil des Spielspaßes beraubt werden. Wobei, Spielspaß bedeutet hier auch einen verzweifelten Kampf gegen die Ausbreitung der Seuchen. Aber hey, es ist eben Pandemie. Und damit schon mindestens so gut wie das ursprüngliche Brettspiel.

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Auf jeden Fall war es ein furioses Finale. Ein Weg durch ein langes Tal der Tränen mit einigen Erkenntnissen am Ende. In jedem Fall kann ich nur empfehlen, sich die Regeln und gerade auch die Regeländerungen ständig vor Augen zu halten. Am besten legt man noch eine Kopie der entsprechenden Regelstelle neben oder auf den Spielplan. Immer dran denken: hier gibt es kein „wir können ja noch mal von vorne anfangen“.

Entscheidend ist auch, in Krisensituationen Opfer zu bringen, auch wenn es sehr schmerzt. Ein erfolgreicher Monat ist immer ein erfolgreicher Monat und wiegt fast alles auf.

Ap­ro­pos aufwiegen. Gestartet haben wir mit der ersten Partei im letzten Jahr Anfang November. Insgesamt gespielt wurden 19 Partien. Bei einer Spielzeit von etwa 60 Minuten pro Partie sind das rund 19 Stunden Spielzeit. Dabei kostet das Spiel etwa 50 Euro. Das sind dann pro Person und Stunde 50 Cent. Dafür kann man im Kino vielleicht gerade mal die Toilette benutzen.

Und ja, egal wie es läuft, Pandemic Legacy ist spannend. Über die Story kann man diskutieren, aber das Spiel ist gut. Es macht süchtig, weil es eine interaktive Form der Unterhaltung ist. Das Schicksal der Welt liegt in den Händen der Spieler — und das fühlt sich gut an.

Allerdings: Überträger (um im Thema zu bleiben) des Legacy-Prinzips ist ein erprobtes und solides Brettspiel. Ich für meinen Teil kann mir nach wie vor nicht vorstellen, ein Legacy-Spiel zu spielen, welches nicht auf einem ausgereiften Spiel basiert. Einige Rezensionen zu „Seafall“ bestätigen das leider.

Wie dem auch sei, man darf in jedem Fall gespannt sein auf Season 2, da werden wir bestimmt wieder einschalten.

Zuletzt gespielt

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Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Aufbruch nach Newdale

Die Fortsetzung des Kartenspiels „Oh my Goods!“, welche mit zwei Erweiterung die ersten Kapitel einer Geschichte schrieb. Ob Mechanik ein komplettes Brettspiel trägt und nach acht Kapitel auch noch zum weiterspielen reizt, muss sich erst zeigen.

Nevsky

Der Konflikt zwischen römisch-katholischen Teutonen und orthodoxen Rus in der Zeit von 1240-1242 mündete in der Schlacht auf dem Peipussee. In Nevsky heben die Spieler ihre Armeen aus, müssen diese versorgen und in den Krieg führen. Neben allen Widrigkeiten spielt auch die Kalender eine Rolle.

Arkham Horror

Die großen Alten von H.P. Lovecraft treffen in den 1920er Jahre auf ein Team tapferer Ermittler. Oder umgekehrt, der Wahnsinn ist in jedem Fall auch in der dritten Auflage von Arkham Horror vorprogrammiert. Interessantes kooperatives Spiel, was hauptsächlich durch die Story lebt.

Tapestry

Als Zivilisations-Spiel ist Tapestry möglicherweise ein Leichtgewicht. Dafür ist die Ausstattung opulent, wenn auch eventuell nicht in dem Maße erforderlich. Stegmaiers erster Misserfolg?

Zuletzt wurde am 27.01. 2020 gespielt.
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