Magic Maze macht 50

Als ich hörte, welche Titel für die Auszeichnung „Spiel des Jahres nominiert wurde, war ich zunächst etwas ratlos. Von den drei Anwärtern erschien mir Magic Maze noch das interessanteste zu sein.

Lieferung im Rückstand

Ende Mai bestellte ich dann bei Thalia Magic Maze. Es gab wieder eine Rabatt-Aktion und zudem hatte ich Payback-Punkte angesammelt. Beides Gründe, warum ich hin und wieder beim Buchhändler Spiele kaufe. In diesem Fall war es allerdings kein, sondern eine Vorstellung. Magic Mace war mitten in einer Reprint-Phase. Das auf das Cover die Nominierung gedruckt würde, war noch die kleinste Veränderung. Bisher in einem unbekannteren Kleinverlag mehrsprachig erschienen sollte eine reine deutsche Ausgabe bei Pegasus erscheinen.
Lieferung in Kürze, hieß es. Gestern war dann die doch nicht so kurze Wartezeit zu Ende und ich hielt Magic Maze zum ersten Mal selber in den Händen.

Magic Maze
majomka / Pixabay

Komponenten von Magic Maze

In der Spielschachtel befinden sich neben der obligatorischen Anleitung vier kleine farbige Pöppel (so wie ein Klebebogen, um die Pöppel auch für Farbenblinde zu kennzeichnen) ein großer „Tu-was“ Pappel nebst Sanduhr. Dazu diverse vorgestanzte Pappteile zum herauslösen. Wie beim Namen nicht anders zu erwarten stellt die Masse der Pappteile ein Labyrinth dar, beziehungsweise das Kaufhaus für Abenteurer, Magic Maze. Die Hintergrundgeschichte liest sich recht nett. Vier Helden, ein Magier, ein Barbar, ein Zwerg und ein nicht weiter bekannter Elf wurde beruht und besitzen keine Ausrüstung mehr. Vor ihrem nächsten Abenteuer müssen sie sich daher im Einkaufszentrum diese Ausrüstung „borgen“. Das ganze ist als kurzweiliges kooperatives Spiel angelegt. Anders als in vielen anderen Spiele werden die Spielfiguren nicht nur von allen gleichzeitig bewegt, sondern es gibt auch ein absolutes Schweigeverbot am Spieltisch während die Sanduhr durchläuft.

Ersteindruck nach zwei Parteien

Magic Maze ist verdammt schnell erklärt und spielt sich genau so witzig wie ich es nach dem Let’s Play von Hunter & Cron vermutet hatte. Wirklich schwer ist nur die Einhaltung des Schweigegebots. Und nein, man sollte auch nicht mit den Fingern auf etwas zeigen. Die erste Partie verloren meine Frau und ich grandios, weil wir den Ausgang nicht rechtzeitig erreichten. Beim zweiten Versuch gelang dann der Diebstahl. Das Ganze war erst die erste von sieben Einführungsmissionen. Mal sehen, wie es weiter geht.

Die 50er Challenge

Magic Maze kommt die Ehre zu, das Spiel zu sein, welches unsere vor etwas mehr als sechs Monaten begonnen Challenge abschließt. Neben der Herausforderung, 10 Spiele 10 Mal zu spielen hatten wir uns auch vorgenommen, mindestens 50 verschiedenen Spiel in einem Jahr zu spielen. Das ist uns in der Hälfte der eingeplanten Zeit gelungen. Die Titel hier alles aufzuführen wäre möglich, es wäre aber ein verdammt lange Liste. Zudem sind dort einige Titel dabei, die alles andere als eine Empfehlung sind. Einige Spiele haben wir nur einmal gespielt und würde es auch gerne dabei belassen.
Für dieses Jahr gibt es jetzt nur noch eine offene Challenge, 10 Spiel aus der Reihe „Spiel des Jahres“ zu spielen. Mal sehen, ob uns das gelingt, denn einige der Spiele haben schon zu viele Winter gesehen.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Glen More II: Chronicles

Ein Legespiel mit schottischen Clans, Whisky und einem erstaunlich gutem Mechanismus für die Spielerreihenfolge. Die namensgebenden Chronicles sind dabei kein Legacy-Verschnitt, sondern eine Modulare Bereicherung mit neuen Herausforderungen.

Klong!

Wer auf der Suche nach einem originellen Deckbuilder ist, stolpert möglicherweise und erzeugt ein Klong! Selbst dem Drachen gefällt die Jagd nach Schätzen auf dem Spielplan.

Age of Steam

Der Aufbau eines lukrativen Eisenbahnnetzes zum Transport von Waren ist Ziel bei Age of Steak. Das Ganze spielt sich locker und weniger zeitintensiv als die 18xx-Reihe.

Everdell

Der Aufbau einer Stadt im Wald ist in in Everdell eine erfrischend Umsetzung eines Workerplacment Spiels. Eine einfache Grundmechanik bietet durch Effekt-Ketten bereits ausgespielter Karten viel Raum für Strategien. Die Gestaltung, Material und nicht zuletzt der große 3D-Baum auf dem Spielplan sorgen für Stimmung am Tisch.

Zuletzt wurde am 13.05. 2020 gespielt.