BattleTech Revival

Auch bei Brettspielen gibt es Echos aus der Vergangenheit. Eines davon ist zumindest bei mir BattleTech. Dabei ist BattleTech eigentlich kein Brettspiel.

Echo aus der Vergangenheit

Das kürzlich erschienen BattleTech Spiel für PC und Mac bekam eine ordentliche Wertung, zumindest bei 4players. Rundenbasiert stoßen im Jahr 3025 über 10 Meter hohe Kampfkolosse, so genannte BattleMechs aufeinander. Gesteuert werden sie von menschliche Piloten. Die Story ist altbekannt. Zudem bin ich für meinen Teil durch mit rundenbasierten Strategiespielen auf dem Computer. Trotzdem hat mich der Testbericht sofort begeistert. Nicht für das Computerspiel, sondern für die Vorlage, auf der das Computerspiel basiert.
Für mich ist das ein Echo aus der Vergangenheit, denn BattleTech kenne ich schon sehr, sehr lange. Anfang der 90er Jahre kam es zum Erstkontakt. Sofern ich mich richtig erinnere (und an dieser Stelle lasse ich gerne von einer bestimmten Person korrigieren) haben wir damals mehr über das Spiel und seine Welt diskutiert als tatsächlich gespielt.
Aus der Zeit stammt auch noch eine Metallfigur, die halb bemalt und zusammengebaut ist. Das Spiel geriet nach dem Abitur bei mir zunächst in Vergessenheit, wobei die Faszination für die Kampfmaschinen blieb.

BattleTech alte Ausgabe
BattleTech alte Ausgabe

Faszination BattleTech

Ziemlich genau weiß ich noch, dass ich mich an dem Spielbrett mit dem Hexfeldern gestört habe. Was später dann zu einem Wechsel auf ein richtiges Tabletop namens Warhammer 40k führte — ein teurer Spaß, weil man auch schrecklich viele Figuren benötigt. Dagegen kam man bei BattleTech immer mit wenigen aus, zudem entfiel dort das Hantieren mit einem Zentimetermaß. Gut, Sichtlinie auf einer 2D-Karte ist eine andere Sache.
Zurück aber zu meiner Faszination. Die führte im Studium zu einer Zeit, als ich in einem Bielefelder Spielekladen jobbt dazu, dass ich mir eine Grundbox, Citytech und ein paar Handbücher selber kaufte. Gemeinsam mit meiner Frau entdeckte ich BattleTech wieder neu für mich. Bevor es dann wieder einschlief. Genau Gründe kenne ich dafür nicht, vielleicht war es uns doch zu komplex.
Mittlerweile sind anspruchsvolle Spiele bei uns kein Thema mehr. Wir lieben die Herausforderungen und trauen uns auch an Wargames von GMT heran.

Mechbogen
Mechbogen von früher

Schätze im Regal

Von den beiden Boxen und dem restlichen Material habe ich mich nie getrennt. Deshalb besitze ich auch 30 Mechs aus Kunststoff, die damals in den beiden Boxen mit verkauft wurden. Die Regel sind vermutlich sehr angestaubt, die Spielpläne waren damals noch aus Papier. Zeit für einen Neustart? Ja, ich konnte heute nicht widerstehen und habe die aktuelle Grundbox bestellt. Da sind dann zwar nur acht Figuren aus Kunststoff enthalten, aber wie oben erwähnt habe ich noch genügen in Reserve.
Auf ein BattleTech Revival habe ich ziemlich viel Lust. Allerdings kann ich noch nicht abschätzen, ob mich der Klassiker auf Dauer bei der Stange hält.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Glen More II: Chronicles

Ein Legespiel mit schottischen Clans, Whisky und einem erstaunlich gutem Mechanismus für die Spielerreihenfolge. Die namensgebenden Chronicles sind dabei kein Legacy-Verschnitt, sondern eine Modulare Bereicherung mit neuen Herausforderungen.

Klong!

Wer auf der Suche nach einem originellen Deckbuilder ist, stolpert möglicherweise und erzeugt ein Klong! Selbst dem Drachen gefällt die Jagd nach Schätzen auf dem Spielplan.

Age of Steam

Der Aufbau eines lukrativen Eisenbahnnetzes zum Transport von Waren ist Ziel bei Age of Steak. Das Ganze spielt sich locker und weniger zeitintensiv als die 18xx-Reihe.

Everdell

Der Aufbau einer Stadt im Wald ist in in Everdell eine erfrischend Umsetzung eines Workerplacment Spiels. Eine einfache Grundmechanik bietet durch Effekt-Ketten bereits ausgespielter Karten viel Raum für Strategien. Die Gestaltung, Material und nicht zuletzt der große 3D-Baum auf dem Spielplan sorgen für Stimmung am Tisch.

Zuletzt wurde am 13.05. 2020 gespielt.