Missionswerk für Brettspieler

Der Begriff Missionswerk wird üblicherweise im Zusammenhang mit christlichen Einrichtungen verbünde. Deren Ziel ist unter anderem die Verbreitung des Glaubens.

Lasst sie brennen!

Üblicherweise gab es für die sogenannten Heiden früher wenig Optionen. Entweder ließen sie sich zum christlichen Glauben bekehren oder aber sie mussten mit Verfolgung und Tötung rechnen. Die Modernisierung ist auch an den christlichen Missionswerken nicht vorbeigegangen. Niemand wird mehr gesteinigt oder verbrannt, wenn er nicht seinen Weg zu Jesus Christus findet. Insbesondere in evangelikalen Kreisen arbeiten man mit unterschwelligen Methoden der Überzeugung.

Wie dem auch sei, mit Brettspielen und Menschen, die diese spielen, hat das verhältnismäßig wenig zu tun. Allerdings macht sich zur Zeit im Kopf eine Überlegung breit, wie man den Nichtspieler (gibt es eigentlich einen Begriff wie etwa Muggel oder No-Maj?) zu Spielern bekehrt. Einer der wirren Gedanken dazu war die Vorstellung von einer Art Missionswerk. Man zieht statt mit der Bibel mit Brettspielen unter dem Arm in die Welt hinaus, um die Ungläubigen zu bekehren. Statt irgendwas nach dem Tod zu versprechen, kann man auf Spielspaß schon im Diesseits verweisen.

Allerdings habe ich die leise Befürchtung, das die Bekehrung von Heiden zum christlichen Glauben leichter sein dürfte als die Überzeugung von Nichtspielern.

 

Missionswerk unterwegs
Mitarbeiter des Brettspiel-Missionswerks

Deutschlandweit kein Missionswerk vorhanden

Niemand wird als Brettspieler geboren. Je nach dem, ob die eigene Familie eine Affinität zu Spielen besitzt oder nicht, wird bereits im zarten Kindesalter der Grundstein gelegt. Wichtig ist dabei weniger, was auf den Tisch kommt, sondern das die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Brettspiele spielen.

Eine weitere Möglichkeit, mit Brettspielen in Kontakt zu kommen, stellt der Freundeskreis dar. Selbst Jugendliche lassen sich noch infizieren, auch wenn zum Teil versucht wird, sie zu Impfen. Üblicherweise mit dem Spruch „Werd doch endlich erwachsen“, wenn es um irgendwas geht, was mit spielen als Tätigkeit zusammenhängt.

Nicht wenige Biographien verlaufen so, dass man in der Kindheit / Jugend Brettspiele gespielt hat und das mit Beginn der Volljährigkeit schlagartig damit aufhörte. In eher wenigen Fällen hängt eine nachlassende Aktivität mit Veränderungen im Freundeskreis zusammen.

Da aber die Saat gesägt wurde, lassen sich solche Menschen durch bestimmte äußere Ereignisse wieder zu Brettspielern machen. Das können lokale Veranstaltungen sein oder Brettspielvereine, die so gesehen wie ein Missionswerk funktionieren. Auch ein Lebenspartner, der selber Brettspieler ist, kann überzeugend wirken, um aus einen Nicht-mehr-Brettspieler wieder einen bekennenden Brettspieler machen

Auf einem ganze anderen Blatt stehen allerdings Menschen, die nie Kontakt zu Brettspielen hatten. Oder damit eher negative Erfahrungen in der Kindheit verbinden. Wenn jemand so keinen Zugang zu Brettspielen hat, wie kann man ihn überzeugen? Welche Spiele eigenen sich in solchen Fällen ganz besonderes, um die Tür zum „wahren Glauben“ zu öffnen?

Deutschlandweit gibt es leider für Brettspieler kein Missionswerk. Es wäre ja mal eine Idee, genau das zu ändern. Dort ließen sich solche Fragen mit Sicherheit auch beantworten.

Zuletzt gespielt

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AuZtralia

In einer alternativen Welt in den 1930 Jahren ist man in AuZtralia auf dem fünften Kontinent unterwegs. Fahren werden erreicht und Schienen gebaut, um an wertvolle Rohstoffe zu kommen. Gestört wird man dabei von den Großen Alten (Cthulhu & Co.), die alle Mitspieler gemeinsam um den Sieg bringen können.

Great Western Trail

Als Viehtreiber auf dem Weg nach Kansas City, um dort Kühe abzuliefern. Eine Mischung aus verschiedenen Mechanismen wie Deckbuilding, Hand Management und Figurenbewegung. Nur mit wertvollen Herden gibt es Geld und Siegpunkte.

Innovation

Ein Zivilisationsspiel mit Karten, bei denen die Spieler im Laufe von 10 Epoche ihre Ressourcen und Technologien weiterentwickeln. Die Dominanz von Epochen führt zum Sieg. Durch aggressive Dogmen sehr interaktiv.

Robinson Crusoe – Abenteuer auf der Verfluchten Insel

Kooperative Abenteuer auf einer verfluchten Insel. Eine ansprechende Thematik, opulentes Spielmaterial und ein knackiger Schwierigkeitsgrad sorgen für aufregende Spielstunde. Wer vom Grundspiel nicht genug bekommt, setzt die Fahrt mit der Beagle fort.

Zuletzt wurde am 16.02. 2020 gespielt.
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