SpaceCorp Ersteindruck

Die Eroberung des Weltraums als spannender Wettlauf der Mitpsieler. Auf diesen Punkt lässt sich SpaceCorp von GMT Games reduzieren.

Leichte Kost

Mit SpaceCorp hat GMT Games ein Spiel im Programm, welches nicht grundlos als „Euro“ bezeichnet wird. Woran das genau liegt, wir hoffentlich in den nachfolgenden Zeilen deutlich.

Bisher haben meine Frau und ich eine Partei vollständig absolviert und stecken mitten in der zweiten Partei. Alles, was ich als schreibe, ist daher ein Ersteindruck nach über fünf Stunden Spielzeit. Uns beide hat bei SpaceCorp von vornherein die Thematik angesprochen. Science Fiction Spiele gehen bei uns immer, was ja auch Terraforming Mars zu einem unserer Lieblingsspiele gemacht hat. Dessen Vorherrschaft wird aber etwas angekratzt.

Die Grundmechanik von SpaceCorp ist eigentlich recht simpel und im Regelheft gut und übersichtlich erklärt. Man fliegt mit eigenen Teams zu Planeten und Asteroiden, erkunde diese und baut dort Basen. Mit denen treibt man den eigenen Profit um die Höhe, der letztendlich Maß allen Erfolges ist. Zudem kann man seine eigenen Möglichkeiten durch Forschung und Anpassung verbessern. Das alles wird durch Karten gesteuert, die man für die unterschiedlichen Aktionen verwenden kann. Stück für Stück verbessert man sein eigenes Tableau, um weiter in den Weltraum vordringen zu können.

SpaceCorp frisch ausgepackt
SpaceCorp frisch ausgepackt

Magie von SpaceCorp

Das Besondere an SpaceCorp ist dabei, dass es man drei Ären spielt. Jede Ära baut dabei auf der Vorherigen auf. Mit der zweiten und dritten Ära kommen jeweils neue Regeln dazu, sodass man fast schon der ersten Ära unterstellen kann, redlich ein Tutorial für den erst des Spieles zu sein — Meine Frau und ich finde auch die erste Ära spannend.

Mit jeder neuen Ära bekommt man ein neues Spielbrett, in der zweiten und dritten Ära gibt es zudem Weiterentwicklungen und genetische Verbesserungen, die die Spieler erwerben können. In der dritten Ära schließlich versucht man, in den Weiten des Weltraums Kolonien zu gründen. In jeder Ära wird die Entfernung etwas größer, es geht vom Kleinen zum Großen. So kann man am Anfang nur bis zum Mars fliegen.

Von einer Ära in die nächste übernimmt man den Zustand seines Tableaus sowie eine Basis mit ihrem Produktionswert. Und natürlich den gesamten Profit, den man bis dahin gescheffelt hat. Für jeden Durchlauf gibt es auch einen komplett neuen Satz Karten. Genau das finde ich persönlich besonders gelungen. So besteht nämlich bei Terraforming Mars das Problem, Karten zu bekommen, die man erst sehr spät verwenden kann. Oder aber man bekommt später Karten, die lediglich am Anfang nützlich gewesen wären. Bei SpaceCorp gibt es keine schlechten Karten, nur unterschiedliche Möglichkeiten.
Großes Plus: Man kann das Spiel komplett an einem Stück spielen, was entsprechend lange dauert. Oder aber man speichert alles nach dem Ende einer Ära ab und vertagt sich. Zudem gibt es eine Variante, bei dem man dann direkt in der zweiten oder dritten Ära einsteigen kann.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Glen More II: Chronicles

Ein Legespiel mit schottischen Clans, Whisky und einem erstaunlich gutem Mechanismus für die Spielerreihenfolge. Die namensgebenden Chronicles sind dabei kein Legacy-Verschnitt, sondern eine Modulare Bereicherung mit neuen Herausforderungen.

Klong!

Wer auf der Suche nach einem originellen Deckbuilder ist, stolpert möglicherweise und erzeugt ein Klong! Selbst dem Drachen gefällt die Jagd nach Schätzen auf dem Spielplan.

Age of Steam

Der Aufbau eines lukrativen Eisenbahnnetzes zum Transport von Waren ist Ziel bei Age of Steak. Das Ganze spielt sich locker und weniger zeitintensiv als die 18xx-Reihe.

Everdell

Der Aufbau einer Stadt im Wald ist in in Everdell eine erfrischend Umsetzung eines Workerplacment Spiels. Eine einfache Grundmechanik bietet durch Effekt-Ketten bereits ausgespielter Karten viel Raum für Strategien. Die Gestaltung, Material und nicht zuletzt der große 3D-Baum auf dem Spielplan sorgen für Stimmung am Tisch.

Zuletzt wurde am 13.05. 2020 gespielt.