Lords of Waterdeep

Die Welt von Dungeon & Dragons ist enorm umfangreich mit zahlreichen Ableger des eigentlichen Rollenspiels. Einer davon ist Lords of Waterdeep.

Vom Rollenspiel zum Brettspiel

Es gibt Marken, die sind so fest etabliert, dass sich unter ihrem Label nahezu alles verkaufen lässt. Ursprünglich handelt es sich bei Dungeon & Dragons um eine Pen and Paper Rollenspiel. Ziemlich gut kann ich mich noch an Dungeon & Dragons erinnern. An die rote Schachtel des Grundsatzes, für deren Kauf ein Freund und ich von Wesel aus extra mit dem Zug nach Köln gefahren sind. Während er Freund später die Funktion als Spielleiter übernahm, ergänzte ich die Abenteuergruppe als Kleriker. Lang ist das her. 

Meine Frau und ich kauften uns mal auf der Spielemesse in Essen „Dungeon & Dragons Miniatures Entry Pack“. Ein absoluter Fehlkauf, passt aber zur Aussage von mir weiter oben.

Wie dem auch sei, vor länger zeit erschien die Umsetzung des Brettspiels Lords of Waterdeep für iOS. Die kaufte ich mir und spielte immer mal wieder auf dem iPad. Gefallen hat mir dabei Lords of Waterdeep, aber irgendwie kam ich nie dazu, das Brettspiel selber zu erwerben. Es gab immer wider mal Vorsätze, aber dabei blieb es dann. In der letzten Brettspielrunde hieß es dann, es sei das ideale Spiel, um auch Nichtspieler anzufixen. Schnell erklärt und doch vielseitig.

 

Lords of Waterdeep
Unterwegs in der Stadt

Vorteile von Lords of Waterdeep

Nun konnte ich mich endlich zu einer Kaufentscheidung durchringen. Genau gesagt habe ich Lords of Waterdeep nicht gekauft, sondern gesammelte Payback-Punkte gegen das Spiel getauscht. Thalia macht es möglich, wenn auch deren Versand keine Ahnung vom richtigen Umgang mit Brettspielkartons hat.

Wie dem auch sei, gestern und heute kam das Spiel bei meiner Frau und mir auf den Tisch — insgesamt kommen wir jetzt auf sechs Partien, die letzte davon mit der Erweiterung (die hatte ich gleich mit bestellt).
Was soll ich sagen, Lords of Waterdeep ist tatsächlich ein solides Spiel. Es schnell erklärt, die Abläufe sind sehr eingängig und gleichzeitig ist es enorm variabel.

Im Kern ist es ein Workerplacement Spiel. Statt Ressourcen zu sammeln stellt man sich eine Abenteuergruppe zusammen, um Quest zu bestreiten. Für die gibt es dann Punkte. Thematisch darf man nicht zu viel erwarten, es ist ein typisches Euro-Game trotz des Fantasy Settings.

Es spielt sich sehr flüssig, ohne große Downtime. Klar, abschreckende mag auf einige wirken, dass das Spiel komplett in Englisch ist. Abgesehen von den Regeln ist das aber unerheblich. Den Flavour-Text kann man ignorieren, die Gebäude und Orte erklären sich von selber, ebenso die Quests und Intrige-Karten. Mit denen hat man im Übrigen auch etwas Interaktion im Spiel.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Arkham Horror

Die großen Alten von H.P. Lovecraft treffen in den 1920er Jahre auf ein Team tapferer Ermittler. Oder umgekehrt, der Wahnsinn ist in jedem Fall auch in der dritten Auflage von Arkham Horror vorprogrammiert. Interessantes kooperatives Spiel, was hauptsächlich durch die Story lebt.

Dominion

Nach wie vor ist Dominion ein solides Spiel mit Deckbuilding-Mechanik. Kein Wunder, gilt Dominion doch jenseits der Sammelkartenspiele als Urvater der Deckbuilder. Eine ganze Reihe von Erweiterung halten das Spielfrisch und sorgen für Abwechslung.

City of the Big Shoulders

Nach dem verheerenden Brand von 1871 versuchen die Spielerinnen und Spieler City of the Big Shoulders, Chicago wieder aufzubauen. Dabei geht es weniger um Wohnraum und öffentliche Einrichtungen, sondern um Geschäfte, Aktien und Profit.

Everdell

Der Aufbau einer Stadt im Wald ist in in Everdell eine erfrischend Umsetzung eines Workerplacment Spiels. Eine einfache Grundmechanik bietet durch Effekt-Ketten bereits ausgespielter Karten viel Raum für Strategien. Die Gestaltung, Material und nicht zuletzt der große 3D-Baum auf dem Spielplan sorgen für Stimmung am Tisch.

Zuletzt wurde am 08.01. 2020 gespielt.
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