The Big Damm Verse

Nach dem erneuten Regelstudium und den ersten Auffrischungsflügen im Universum sowie einer fast schon epischen Story-Mission heute liegen jetzt vier gespielte Partie „Firefly“ hinter meiner Frau und mir.

Das Fazit erstmal vorweg. Wir halten es bei für ein verdammt gutes Spiel. Das wir in der Adventszeit die Eier angeschaut haben, hilft um einen tieferen Bezug zur Story zu bekommen. Aber selbst ohne das Hintergrundwissen ist es ein gutes Spiel. Ich wage sogar die Behauptung, es würde auch ohne die Lizenz ein gutes Spiel sein, auch wenn die Thematik ziemlich gut passt.

Unterwegs bei Firelfy
Unterwegs bei Firelfy

 

Im Kern geht es bei Firefly (dem Brettspiel) darum, mit seinem Raumschiff durch das Universum zu fliegen und Aufträge anzunehmen. Diese sind entweder legal oder illegal, machen sind zudem noch unmoralisch. Der Art des Jobs wirkt sich auf die Bezahlung aus. Schwierige illegal Jobs bringen mehr Geld, erhöhen aber das Risiko von der Alliance (das sind die „guten“ Polizisten) erwischt zu werden. Besser man fliegt also unter dem Radar, ist also auf Schleichfahrt unterwegs (was entsetzlich lange dauert wenn man von A nach B will) oder aber man wagt sich an den Rand des Systems. Dort treiben die Reaver (Menschenfresser) ihr Unwesen. Man wird dort nicht vom Gesetz verfolgt, aber möglicherweise ein Teil der eigenen Crew verspeist.

Da man nur mit seinem Schiff, etwas Treibstoff, Ersatzteilen, jämmerlichen Startkapital und einem Kapitän anfängt, braucht man für die meisten Jobs Unterstützung. Man wirbt Crewmitglieder an, rüstet sie aus und fliegt weiter und tiefer durchs Universum. Das Spielziel? Dafür gibt es eine Auswahl an möglichen Story-Karten, die das Ziel vorlegen. Mal muss man reichster Spieler werden, ein anderes Mal die Kronjuwelen stehen. Es bleibt immer abwechslungsreich — und wir haben nicht mal eine der zahlreichen Erweiterungen ausgepackt.

Die Erweiterungen bringen unter anderem neue Schiffe (mit anderen Fertigkeiten), zusätzliche Aufträge, ein größeres Verse — Spielerherz, was willst du mehr? Anfang des kommenden Jahres gibt es dann noch mehr Erweiterungen. Für mich ist Firefly eine gelunge Möglichkeit, die Weihnachtstage spielend zu verbringen. So, und jetzt muss ich noch ein paar illegale Jobs erledigen, denn die nächste Story wartet bereits.

Zuletzt gespielt

Jede meiner Spielepartien wird mit Board Game Stats erfasst und ausgewertet. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Mit ihr kann man auch seine Sammlung bei BGG verbinden und automatische jede Partie dorthin posten.

Über die Insights-Funktion der App entsteht regelmäßig eine Liste mit den Spielen, die ich am häufigsten gespielt habe im laufenden Jahr.

Wasserkraft

In einer alternativen Wirklichkeit gehen 1930 die fossilen Brennstoffe zur Neige. Als neue Energiequelle bauen die Spielerinnen und Spieler Wasserkraftwerke. Das Spiel Barrage wird in der deutschen Übersetzung von Feuerland dieses Jahr in eine überarbeitet Fassung erscheinen.

Tiny Towns

Auf einem 4×4 großen Raster bauen die Spielerinnen und Spieler jeder für sich ihre kleine Stadt auf. Das passiert gleichzeitig, ohne Downtime und sorgt in der Variante „Prospektoren“ für taktische Rohstoffauswahl. Ein schönes und schnelles Spiel mit tollem Material.

Root

Das merkwürdige Entlein, bei dem ich den Kickstarter verpasst habe. Bei Root fehlte mir das Vorstellungsvermögen in Bezug auf Spieldesign. Unglücklicherweise, denn Root ist außergewöhnlich gut. Die einzelnen Fraktion spielen sich komplett anders. Vier Monate nach der Bestellung endlich im heimischen Regal angekommen.

Champions of Midgard

Champions of Midgard ist im Kern ein Workerplacement Spiel mit Wikingern. Dazu kommen glückslästige Würfelkämpfe und eine Mischung aus offenen und verdeckten Siegpunkten. Interaktion ist leider wenig vorhanden.

Zuletzt wurde am 15.03. 2020 gespielt.